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Stromanbieter EnerGen Süd liefert nicht mehr – Grundversorger übernimmt

Stromanbieter EnerGen Süd liefert nicht mehr – Grundversorger übernimmt06.03.2012, 14:06 Uhr - geschrieben von

Der vergleichsweise kleine Versorger EnerGen Süd hat Ende Februar Insolvenz angemeldet. Obwohl der Insolvenzverwalter zunächst eine weitere Belieferung der Kunden durch den Stromanbieter für möglich hielt, musste zum 1. März nun doch der Hahn zugedreht werden. Gemäß den Verpflichtungen des Energiewirtschaftsgesetzes springt der zuständige örtliche Grundversorger ein. Für die betroffenen Kunden bedeutet dies, dass die Strompreise zunächst deutlich steigen, denn die Grundversorgungstarife sind in der Regel immer teurer als andere Tarife. Die Grundversorger begründen dies mit der schlechteren Planbarkeit. Diese Kunden können natürlich ihren Tarif wechseln. Entweder bleiben sie beim Grundversorger und wählen dort einen günstigeren Stromtarif, oder sie wechseln erneut komplett zu einem anderen Stromanbieter.

 

Stromanbieter operierte als Genossenschaft

EnerGen Süd war letztes Jahr im Markt erschienen und hatte seine relativ günstigen Strompreise dafür genutzt, Kunden zu werben. Dabei handelt es sich bei dem Unternehmen um eine eingetragene Genossenschaft (eG), bei der die Kunden gleichzeitig Mitglieder wurden und eine Mindestsumme von 100 Euro als Einlage zahlten. Die Stromrechnung wurde über monatliche Abschläge beglichen, wie das auch bei vielen anderen Stromanbietern üblich ist. Diese Kunden müssen also im Prinzip nur dafür sorgen, dass ihre Daueraufträge an EnerGen Süd ab sofort nicht mehr ausgeführt werden; der Einzug im Lastschriftverfahren wurde durch den Stromanbieter bereits gestoppt. Was die gezahlten Genossenschaftsanteile angeht, so besteht angesichts der Insolvenz natürlich die Gefahr, diese Gelder ganz oder in Teilen zu verlieren.

 

Günstige Strompreise machen viele Verbraucher blind für Risiken

Doch ähnlich wie bei der Pleite von TelDaFax im vergangenen Jahr gibt es auch diesmal einen Kundenanteil, der im Versprechen auf günstige Strompreise seine Rechnung bereits sechs oder zwölf Monate im Voraus beglichen hat. Das bedeutet zunächst, dass die Betroffenen durch die Ersatzbelieferung durch den Grundversorger oder einen anderen Stromanbieter für ihren Strom doppelt bezahlen. Daher sollten diese Kunden schleunigst ihre Ansprüche gegenüber dem Insolvenzverwalter anmelden. Ob aber am Ende überhaupt genug Geld übrig bleibt, um die Vorauszahlungen ganz oder zumindest zum Teil zurückzuerstatten, bleibt fraglich. Im schlimmsten Fall könnten diese Verbraucher auf ihrem Schaden sitzenbleiben.

 

Insolvente Stromanbieter bleiben die große Ausnahme

Dennoch lässt sich die Situation mit der von TelDaFax nur bedingt vergleichen, denn EnerGen Süd hatte eigentlich ein ehrliches und wirtschaftlich tragbares Geschäftsmodell an der Hand. Es fehlte jedoch an einem großen Kundenstamm und finanzkräftigen Investoren, so dass der Stromanbieter bereits bei der ersten Krise nun in die Insolvenz gehen musste. Bei TelDaFax hingegen konnte man auf einen enormen Kundenstamm zurückgreifen, setzte aber auf ein absolut unseriöses Finanzmodell, das durch die viel zu niedrig angesetzten Strompreise kollabieren musste. Dennoch sollten die betroffenen Kunden jetzt nicht aus Furcht vor Problemen bei einem teuren Grundversorger bleiben, empfehlen auch Verbraucherschützer.

 

Furcht vor Stromanbieterwechsel unbegründet

Dass die jeweiligen Kunden der insolventen Stromanbieter keine besondere Lust mehr haben, erneut die Strompreise zu vergleichen und zu günstigen Anbietern zu wechseln, ist nachvollziehbar. Doch in vielen Fällen lassen sich solche Probleme schon im Vorfeld vermeiden. Schließlich wurde vor Vorkassemodellen schon immer gewarnt – nicht erst seit der Pleite von TelDaFax. Grundsätzlich sollte man sich nicht von den Dumpingpreisen beeindrucken lassen, auch wenn sie noch so günstig erscheinen. Seriöse Stromanbieter wirtschaften seriös und werden daher immer so kalkulieren, dass eine Insolvenz unwahrscheinlich ist. Und selbst wenn es dazu kommen sollte, besteht für den Kunden im Prinzip kein großes Risiko, sofern auf den Abschluss von Verträgen verzichtet wird, die hohe Vorauszahlungen beinhalten. Auf diese Weise kann man als Verbraucher schlimmstenfalls die aktuelle Abschlagszahlung einbüßen oder bei einer Endabrechnung auf einem eventuellen Guthaben sitzenbleiben. Doch der Verlust einer ganzen Jahressumme ist bei herkömmlichen Verträgen ausgeschlossen. Furcht vor einem Strompreisvergleich bzw. einen Wechsel des Stromanbieters sollte daher niemand haben. Die Kunden sollten sich aber stets auch über die Unternehmen und deren Geschäftsbedingungen informieren, bevor ein Vertrag abgeschlossen wird.


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