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Fukushima und die Folgen für die Strompreise

Fukushima und die Folgen für die Strompreise15.03.2012, 11:34 Uhr - geschrieben von Michael K.

Der Schock war groß in Deutschland. Nicht etwa in einem Entwicklungsland war ein Atomkraftwerk explodiert, sondern in einem der am höchsten entwickelten Industrieländer dieser Erde, dessen Standards mit den deutschen Normen mehr als vergleichbar sind. Als der Tsunami am 11. März 2011 über die japanische Küste hereinbrach und mehrere tausend Tote forderte, waren die Folgen für das Atomkraftwerk Fukushima noch nicht abzusehen. Durch den Ausfall der externen Stromversorgung konnten die Reaktoren nicht mehr gekühlt werden. Zudem waren die Wasserrohre des Kühlsystems teilweise durch das Erdbeben zerstört worden. Wenige Tage später folgte die Katastrophe, die der Stromanbieter Tepco zu allem Überfluss sehr schlecht handhabte: Gleich in vier Reaktoren kam es zur gefürchteten Kernschmelze.

 

Nur Deutschland wählt den schnellen Atomausstieg

Diese Tatsache erschütterte die Welt in den ersten Wochen, blieb aber weitgehend ohne Folgen für die Atompolitik der meisten Länder. Im Gegenteil: Viele Staaten setzen aus Gründen des Klimaschutzes wieder stärker auf Atomkraftwerke und planen den Bau neuer Reaktoren oder gar den Ersteinstieg. Anders in Deutschland – hier verkündete Bundeskanzlerin Merkel den vier großen Stromanbietern nur wenige Monate nach dem Geschenk der Laufzeitverlängerung, dass nunmehr der Atomausstieg binnen zehn Jahren umgesetzt werden solle. Unter dem Eindruck der Katastrophe in Japan wurden die acht ältesten Atomkraftwerke bereits endgültig vom Netz genommen bzw. dürfen nicht wieder angefahren werden, sofern sie bereits abgeschaltet waren.

 

Stromanbieter spüren finanzielle Folgen

Die vier großen Stromanbieter RWE, E.ON, Vattenfall und EnBW verloren daraufhin an der Börse das Vertrauen der Anleger. Erstmals mussten hohe Gewinneinbußen und teilweise sogar Verluste gemeldet werden. Aus den Chefetagen wurden sogleich Sparprogramme beschlossen, zum Teil begleitet von massivem Stellenabbau. Gleichzeitig warnte man vor den Folgen. Spätestens im Winter sollten die Lichter in Deutschland ausgehen. Die Strompreise würden explodieren, so die Szenarien. Dies trat bisher nicht ein, wenngleich auch die Bundesnetzagentur einräumt, dass in diesem Winter die Versorgungssicherheit der Stromnetze an die Grenzen der Kapazität kam. Auch die Strompreise sind für die Endverbraucher zwar gestiegen, dies hat mit dem Atomausstieg an sich aber nach Einschätzung der Fachleute wenig zu tun. Immerhin sind die Kurse an der Strombörse, wo die großen Stromanbieter ihre Energie kaufen und verkaufen, im Vergleich sogar gesunken. Lediglich direkt nach Fukushima gab es einen kurzen Preissprung.

 

Strompreise an der Strombörse sogar gesunken

Von diesen Senkungen der Strompreise profitieren die privaten Stromkunden allerdings nicht, denn sie werden für die Energiewende zur Kasse gebeten. Netzumlage, EEG-Umlage und (nach Ansicht von Verbraucherschützern oft unnötig hohe) Netzgebühren haben erneut für eine Strompreiserhöhung gesorgt. Dennoch ist Umfragen zufolge ein großer Teil der Verbraucher dazu bereit, für den Ausbau der Stromnetze und die Förderung erneuerbarer Energien mehr Geld zu bezahlen. Auch das Interesse an Ökostrom stieg bei den einschlägigen Stromrechnern in den Tagen nach Fukushima extrem an. Dies hat sich zwar – ähnlich der Umfrageergebnisse für die Grünen – wieder auf ein normales Maß reduziert, zeigt aber, dass die Ökostromanbieter keine Nischenprodukte für eine kleine Minderheit mehr anbieten, sondern konkurrenzfähig sind.

 

Was bringt die Energiewende in Zukunft?

Der Erfolg der Energiewende hängt von vielen Faktoren ab. Der Netzausbau ist sicher einer der wichtigsten. Aber auch andere Probleme kommen auf die deutschen Stromanbieter und ihre Kunden zu. Mehr Kohle- und Gaskraftwerke werden gebraucht, um die Atomkraftwerke kurzfristig zu ersetzen. Die erneuerbaren Energien sind hierfür nicht zuverlässig genug, weil sie witterungsabhängig sind und den Strom nicht dann produzieren, wenn er gebraucht wird. Speicherung von Energie wird daher ebenfalls ein wichtiger Punkt werden. Nicht vergessen werden darf auch die Frage der Entsorgung des Atommülls. Mit dem beschleunigten Atomausstieg rückt auch die Frage einer Endlagerung schneller näher als gedacht. Wie die Strompreise sich entwickeln werden, ist unklar. Während die einen horrende Steigerungen prognostizieren, versprechen sich die anderen von mehr Ökostrom einen günstigen Einfluss auf den Strommarkt. Beitragen könnte dazu beispielsweise auch das stärkere Engagement der zahlreichen Stadtwerke, die als regionale Stromanbieter die Dezentralisierung voranbringen wollen. Für die Kunden bleibt es wichtig, sich regelmäßig über einen Strompreisvergleich zu informieren und nach den eigenen Präferenzen zu handeln, um einen direkten Einfluss ausüben zu können.

 

 


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