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Stromanbieter: Telekom will Kooperation mit Stadtwerken

Stromanbieter: Telekom will Kooperation mit Stadtwerken17.04.2012, 17:22 Uhr - geschrieben von Michael K.

Der Telekommunikationsmarkt ist für die Deutsche Telekom nicht länger das einzige Betätigungsfeld. Mit einem Netz von Kleinkraftwerken, die in privaten Haushalten installiert werden sollen, will der ehemalige Staatskonzern in das Geschäft als Stromanbieter einsteigen und dafür eine enge Kooperation mit den Stadtwerken eingehen. Wie ein Sprecher des Unternehmens gegenüber der „Financial Times Deutschland“ erklärte, wolle die Telekom den Energieversorgern anbieten, komplette Netze von dezentralen Blockheizkraftwerken aufzubauen. Für eine solche Kooperation seien speziell die Stadtwerke besonders gut geeignet, so die Telekom weiter. Bereits vor einiger Zeit hatte der Konzern mitgeteilt, sich wegen der Stagnation im bisherigen Kerngeschäft auf neue Geschäftsfelder konzentrieren zu wollen.

 

Stromanbieter setzen auf Dezentralisierung

Die Dezentralisierung der Stromversorgung ist im Rahmen des Atomausstiegs und der Energiewende immer öfter Gegenstand von Überlegungen, wie die Stromanbieter auch künftig die Versorgungssicherheit aufrecht erhalten können. An die Stelle der bisherigen Großkraftwerke und Atomkraftwerke soll in Zukunft ein großes Netz kleinerer Erzeugungseinheiten in den verschiedenen Regionen treten, die direkt den benötigten Strom erzeugen. Dadurch wird auch die Problematik des Stromtransports über große Strecken und der damit verbundene Bau von Überlandleitungen zumindest etwas entschärft, meint die überwiegende Zahl der Energieexperten. Kleine Blockheizkraftwerke sind demnach ideal für eine solche dezentrale Stromerzeugung geeignet. Bei einem solchen Kraftwerk wird ein kleiner Motor dazu verwendet, Strom zu erzeugen. Durch die immer kompaktere Bauweise ist es inzwischen möglich, auch in privaten Haushalten diese Form der Energieerzeugung zu nutzen.

 

Mehr Blockheizkraftwerke geplant

Ein weiterer Vorteil des Betriebs von Blockheizkraftwerken ist die Nutzung der anfallenden Wärme für die Heizung und Warmwasserversorgung, wodurch weitere Kosten gespart werden können. Diese multiplen Möglichkeiten machen die Kleinkraftwerke zu einem Sparmodell, weil die Energie wesentlich effizienter genutzt wird. Der Marktanteil der Blockheizkraftwerke soll sich nach den Plänen der Bundesregierung bis zum Jahr 2020 auf etwa 25 Prozent erhöhen, was einer Verdoppelung im Vergleich zu heute entspricht. Was nun die Telekom angeht, möchte sie den Stadtwerken mit Komplettangeboten die gesamte Arbeit abnehmen. Demnach können die Stromanbieter über die Telekom sowohl das existierende Vertriebsnetz nutzen als auch auf die Mitarbeiter des Konzerns und die Bereitstellung der notwendigen Technik zurückgreifen.

 

Förderung von Kleinkraftwerken läuft an

Die dezentralen Kleinkraftwerke werden über das Stromnetz quasi zu einem virtuellen Großkraftwerk zusammengeschlossen, so dass tatsächlich eine nennenswerte Stromproduktion zustande kommt. Sie sollen vor allem zu Zeiten einer hohen Nachfrage den Betrieb übernehmen – also dann, wenn die Strompreise auch besonders hoch sind. Die Stromanbieter können auch die Wartung von der Telekom übernehmen lassen, so das Konzept. Wem die Kleinkraftwerke am Ende gehören, hängt dabei von der Gestaltung der Verträge ab. So ist es denkbar, dass ein Leasingmodell ebenso abgeschlossen werden kann wie der direkte Kauf des Blockheizkraftwerks, etwa für Privathaushalte. Insgesamt erwarten die Hersteller der Kleinkraftwerke, dass in den kommenden Jahren ein Boom auf diesem Sektor einsetzt, zumal auch eine staatliche Förderung möglich ist. Seit dem 1. April kann beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ein Antrag für die Förderung von Kleinkraftwerken gestellt werden. Für eine Anlage mit der Leistung von 19 Kilowatt wird beispielsweise ein Betrag von einmalig 3.450 Euro gezahlt.

 

Zahl branchenfremder Stromanbieter nimmt zu

Die Telekom ist dabei nicht das erste Unternehmen, dass im Revier der Stromanbieter Beute machen möchte. So hat sich seit 2010 der Autobauer Volkswagen gemeinsam mit dem Energiekonzern LichtBlick auf die Errichtung von Kellerkraftwerken in Norddeutschland spezialisiert. Dabei wird ein umgerüsteter Automotor zur Stromerzeugung verwendet. Bisher konnte der Stromanbieter bereits 420 solcher „Zuhausekraftwerke“ in Betrieb nehmen, vornehmlich in Norddeutschland. Insgesamt ist die Installation von bis zu 100.000 Anlagen durch LichtBlick geplant, die gemeinsam eine Leistung von bis zu zwei Gigawatt erreichen könnten, was etwa der Produktion von zwei Atomkraftwerken entspricht.

 


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