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Greenpeace führt „Bombenangriff“ auf französisches Atomkraftwerk aus

Greenpeace führt „Bombenangriff“ auf französisches Atomkraftwerk aus03.05.2012, 16:41 Uhr - geschrieben von Michael K.

Mit einer spektakulären Aktion hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace zeigen wollen, wie wenig französische Atomkraftwerke gegen Angriffe aus der Luft geschützt sind. Ein deutscher Aktivist der Umweltschützer begab sich mit einem motorbetriebenen Gleitschirm in die Sicherheitszone direkt über das französische Atomkraftwerk Bugey. Es gelang ihm dabei nicht nur, die sensitiven Bereiche des AKW direkt zu überfliegen, sondern auch der Abwurf einer Rauchbombe. Eine zweite Rauchbombe zündete der Mann nach der Landung auf dem Gelände. Greenpeace wollte damit demonstrieren, was passieren könnte, wenn Terroristen sich diese Sicherheitslücken zunutze machen würden. Dokumentiert wurde die Aktion durch eine ferngesteuerte Drohne, die alles auf Video aufzeichnete. Anschließend wurde der Aktivist festgenommen.

 

Greenpeace wollte Botschaft an Präsidentschaftskandidaten senden

Mit der spektakulären Aktion wollte Greenpeace eigenen Angaben zufolge den beiden verbliebenen französischen Präsidentschaftskandidaten Sarkozy und Hollande klarmachen, dass die Atomkraft beträchtliche Risiken in sich trage. Beide Kandidaten sind Befürworter der Atomenergie. Frankreich betreibt insgesamt 58 Atomreaktoren, die etwa 75 Prozent des gesamten Stroms des Landes erzeugen. Damit ist das Land der größte Nutzer von Atomkraftwerken in Europa, gefolgt von Großbritannien. Obwohl beide Präsidentschaftskandidaten prinzipiell an der Atomkraft festhalten wollen, will der Sozialist Hollande zumindest schrittweise besonders umstrittene und alte AKW abschalten lassen. Greenpeace kritisiert vor allem, dass die Stresstests der französischen Atomkraftwerke keine Bedrohungen aus der Luft berücksichtigt haben. In Deutschland war dieses Szenario Bestandteil der Überprüfungen, die nach dem Atomunglück von Fukushima in ganz Europa durchgeführt wurden. Auf Druck von England und Frankreich waren bestimmte Risiken aber nicht in die verbindlichen Standards aufgenommen worden. Die nationalen deutschen Standards für die Stresstests waren hingegen strenger gefasst.

 

Stromanbieter: Greenpeace-Aktion war keine Bedrohung

Der französische Stromanbieter EDF, der das Atomkraftwerk Bugey betreibt, sieht die Aktion nicht als Nachweis einer erhöhten Gefährdung der Anlage durch Angriffe aus der Luft. So seien die Sicherheitsmaßnahmen Ende 2011 verstärkt worden und hätten dafür gesorgt, dass der Aktivist sofort verhaftet werden konnte, so der Stromkonzern. Das französische Innenministerium betonte, dass der Gleitschirm schon entdeckt und verfolgt worden sei, bevor er überhaupt das Atomkraftwerk überflogen habe. Dass es sich um eine Aktion von Greenpeace gehandelt habe, sei den Verantwortlichen klar gewesen. Deswegen habe es auch keine spektakulären Gegenmaßnahmen gegeben. In der Tat wäre Greenpeace wohl in Erklärungsnot geraten, wenn beispielsweise ein Scharfschütze das Feuer auf den Aktivisten eröffnet hätte. Ob solche Maßnahmen Teil des Sicherheitskonzepts sind, wird offiziell nicht bestätigt. Allerdings gehen Experten davon aus, dass in einem drohenden Ernstfall durchaus Gebrauch von Waffen gemacht werden würde. Die Frage ist nun, ob diese Maßnahmen nur mit Rücksicht auf den Greenpeace-Aktivisten nicht durchgeführt wurden, oder ob sie im vorliegenden Fall gar nicht zur Verfügung standen. Weder das eine noch das andere ist durch die Aktion zu verifizieren. Allerdings stellt sich damit auch die Frage, ob es für Terroristen ausreichen würde, sich ein Greenpeace-Logo aufzumalen, um Gegenmaßnahmen zu entgehen.

 

Terroristen könnten Atomkraftwerke aus der Luft angreifen

Die Bedrohungen aus der Luft sind für Atomkraftwerke sehr gefährlich, weil die meisten Anlagen, die in den 70er Jahren gebaut wurden, kaum gegen Abstürze oder gar absichtliche Angriffe geschützt sind. So weisen die meisten deutschen Atomkraftwerke beispielsweise nur einen Schutz gegen abstürzende Jagdflugzeuge auf, nicht aber gegen den absichtlichen Absturz eines sehr viel größeren und schwereren Verkehrsflugzeugs, das voll mit Treibstoff ist. Seit dem 11. September 2001 wurden solche Szenarien immer wieder als plausibel diskutiert. Nachrüstungen der Atomkraftwerke mit Nebelwerfern, die den Terroristen die Sicht auf das Ziel nehmen sollen, gelten in Expertenkreisen als eher niedlich. Speziell in Deutschland ist aber die Stationierung von Flugabwehrraketen in der Nähe atomarer Anlagen schon aus verfassungsrechtlichen Gründen umstritten. Diese Problematik war ein Hauptgrund für die Stilllegung einiger älterer Atomkraftwerke im vergangenen Jahr. Fachleute warnen allerdings, dass dies nicht bedeute, dass die neueren Kraftwerke gegen Bedrohungen aus der Luft wesentlich besser geschützt seien.

 


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