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Solarstrom: Rekord an Pfingsten hätte 20 Atomkraftwerke ersetzt

Solarstrom: Rekord an Pfingsten hätte 20 Atomkraftwerke ersetzt30.05.2012, 16:08 Uhr - geschrieben von Michael K.

Das überaus gute Wetter an Pfingsten hat für einen neuen Rekordwert bei der Erzeugung von Solarenergie gesorgt. Zu den Spitzenzeiten während der Mittagsstunden wurde Solarstrom mit einer Leistung von rund 22.000 Megawatt erzeugt, teilte das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) den Medien mit. Dies entspreche in etwa der Leistung, die durch 20 Atomkraftwerke produziert werde, so die Mitteilung. Der Wert bezieht sich allerdings auf ältere Reaktoren mit geringerer Leistung. Nimmt man moderne Atomkraftwerke zum Vergleich, hätte die Leistung wohl eher fünfzehn Atomreaktoren ersetzen können – und das auch nur während der Mittagsstunden, in denen die Sonneneinstrahlung am größten war. Dennoch: der neue Wert ist ein Beleg dafür, dass die regenerativen Energien durchaus in der Lage sind, nennenswerte Kapazitäten bei der Stromerzeugung abzudecken. Das Problem ist nur, dass man dabei auf bestimmte Wetterbedingungen angewiesen ist und in der Nacht überhaupt kein Solarstrom mehr erzeugt werden kann. Gleichzeitig ist der Strombedarf der Verbraucher nicht immer dann groß, wenn viel Sonnenenergie anfällt. Das gilt analog natürlich auch für die Windkraftanlagen.

 

Erneuerbare Energien funktionieren – aber nicht immer

Die Speicherung dieser Strommengen ist nach wie vor nur unzureichend möglich. Wenn überhaupt, wird ein Überschuss an Strom meist in Pumpspeicherkraftwerken mit Hilfe von Wasser zwischengespeichert und dann bei Bedarf wieder abgerufen, indem das zuvor hochgepumpte Wasser anschließend Turbinen zur Stromerzeugung antreibt. Dabei entstehen aber zwangsläufig gewaltige Verluste, und die Menge an Strom, die mit diesen Kraftwerken gespeichert werden kann, ist derzeit noch relativ gering. Nicht selten führen solche extremen Wetterlagen dann zur Abschaltung der Anlagen, weil der erzeugte Strom einfach nicht verbraucht werden kann. Würden die Solar- oder Windkraftanlagen dann nicht vom Netz genommen, könnte es sogar zu der paradoxen Situation von Stromausfällen durch eine Überlastung der Systeme kommen.

 

Stromnetze müssen dringend erweitert werden

Dies zeigt ein weiteres Problem: Die Stromnetze sind auf diese Gegebenheiten nicht ausreichend vorbereitet. Bisher wurde der Strom in vergleichsweise wenigen Großkraftwerken und Atomkraftwerken erzeugt und an die Verbraucher verteilt. Jetzt wird die Stromerzeugung zunehmend dezentralisiert – und je mehr Windkraftanlagen oder Solarzellen installiert werden, desto größer ist der Bedarf eines Anschlusses an die öffentlichen Stromnetze. Der Netzausbau ist also ein kritischer Punkt bei der Umsetzung der Energiewende. Die Bundesnetzagentur, die unter anderem für den Ausbau der Stromnetze mitverantwortlich ist, bemängelt seit einiger Zeit, dass die Planungen nicht rasch genug vorankommen, vom Bau neuer Stromleitungen ganz zu Schweigen. Soll aber tatsächlich das letzte Atomkraftwerk wie geplant im Jahr 2020 vom Netz gehen, muss sich bald etwas tun.

 

Netzausbau für Merkel neue Priorität

Auch Bundeskanzlerin Merkel (CDU) hat diese Problematik nun erkannt und hat gestern der Bundesnetzagentur eigens einen Besuch abgestattet. Im Schlepptau hatte sie die zuständigen Bundesminister für Wirtschaft (Philipp Rösler, FDP) und Umwelt (Peter Altmaier, CDU). Altmaier, der erst vergangene Woche den zuvor entlassenen Norbert Röttgen (CDU) ersetzt hat, muss sich also schnellstens mit der Umsetzung der Energiewende beschäftigen. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Kanzlerin sagte der Chef der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, dass der Umstieg auf die erneuerbaren Energien beschleunigt werden müsse. Außerdem sei die Energiewende ein Projekt, in das man die gesamte Gesellschaft einbeziehen müsse. Ähnlich äußerte sich Wirtschaftsminister und FDP-Chef Rösler gegenüber der Bild-Zeitung. Er sieht vor allem auch die Bundesländer in der Pflicht, einen größeren Beitrag zum Gelingen des Atomausstiegs zu leisten. Die Bundesregierung habe mit der Gesetzgebung die notwendigen Voraussetzungen geschaffen, die nun in der Praxis durch eine schnellere Umsetzung in den Ländern durchgesetzt werden müsse. Nur so könne der Netzausbau beschleunigt und rechtzeitig abgeschlossen werden, um der Energiewende zum Erfolg zu verhelfen.

 

 


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