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Ein Jahr Atomausstieg: Keine neuen Kohlekraftwerke benötigt?

Ein Jahr Atomausstieg: Keine neuen Kohlekraftwerke benötigt?06.06.2012, 15:30 Uhr - geschrieben von Michael K.

Vor einem Jahr beschloss die Bundesregierung unter Führung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) die sofortige Abschaltung der ältesten Atomkraftwerke in Deutschland. Und dies war nur der Auftakt zum kompletten Verzicht auf die Atomenergie. Der Atomausstieg und die Energiewende wurden damit im Angesicht der Katastrophe im japansichen Fukushima zum zentralen Projekt der Merkel-Regierung in dieser Legislaturperiode. Innerhalb der kommenden zehn Jahre sollen die restlichen Atomkraftwerke abgeschaltet werden. Zum Ausgleich wird der Ausbau der erneuerbaren Energien vorangetrieben, vor allem bei der Windenergie wird das größte Potenzial vermutet. Obwohl auch die Solarenergie einen regelrechten Boom zu verzeichnen hat, beträgt deren Anteil an der Gesamtstromerzeugung noch immer nur wenige Prozent. Im Gegenzug hat die überproportionale Solarförderung in den vergangenen Jahren die Strompreise immer höher werden lassen. Die Politik reagiert darauf mit drastischen Kürzungen, doch die langen Garantiezeiten der Einspeisevergütung bedeuten auch nach den Einschnitten bei der Solarförderung weiterhin eine hohe Belastung für alle Verbraucher.

 

Netzausbau wichtigste Herausforderung

Knackpunkt für das Gelingen der Energiewende ist nach übereinstimmender Ansicht der meisten Experten der Netzausbau. Um die neu entstehenden Offshore-Windparks in der Nordsee beispielsweise mit den Verbrauchern in Süddeutschland verbinden zu können, muss das veraltete Stromnetz dringend erweitert werden. Schon jetzt gelangt es allzu oft an seine Kapazitätsgrenzen. Auch hier entstehen also weitere Kosten, wenngleich die direkten Auswirkungen auf die Strompreise für die Endverbraucher weit weniger drastisch sein dürften als zunächst erwartet. Zwar fallen Kosten in Milliardenhöhe für den Netzausbau an, doch werden diese nicht auf einmal fällig, sondern werden über einen längeren Zeitraum hinweg gestreckt. Damit wird die Belastung für den Einzelnen eher moderat ausfallen.

 

Versorgungssicherheit durch Energiewende gefährdet?

Die Versorgungssicherheit ist aber nach dem Abschalten der Atomkraftwerke besonders zu Spitzenzeiten noch etwas wacklig. So musste im vergangenen Winter bei entsprechenden Wetterlagen die sogenannte Kaltreserve hinzugeschaltet werden, um Stromausfälle zu vermeiden. Die Bundesnetzagentur warnte wiederholt vor Blackouts, sollten weitere Kraftwerke plötzlich ausfallen. Das Problem bei den erneuerbaren Energien ist die Abhängigkeit von Witterungsbedingungen. Fehlen Wind und Sonne, wird nichts produziert. Weht hingegen sehr starker Wind und fällt viel Sonneneinstrahlung an, kann es sogar vorkommen, dass wesentlich mehr produziert wird als verbraucht werden kann. Mangels geeigneter Speichermöglichkeiten kommt es dann zu Zwangsabschaltungen der Windkraftanlagen, um eine Überlastung der Netze zu verhindern.

 

Gaskraftwerke sollen Entlastung bringen

Wird nicht genügend Strom erzeugt, müssen herkömmliche Kraftwerke einspringen. Hierfür favorisieren die Experten den Bau von Gaskraftwerken, da diese besonders geeignet dafür sind, schnell an- und abgeschaltet zu werden. Atomkraftwerke beispielsweise lassen sich nur sehr schlecht in kurzer Zeit hochfahren, weswegen sich die Bundesnetzagentur auch nicht für eine atomare Kaltreserve entschieden hat. Auch Kohlekraftwerke reagieren träge auf schnelle Änderungen im Stromnetz, können aber immer noch besser gesteuert werden als Atomkraftwerke. Der Bau neuer Gaskraftwerke kommt aber nicht richtig in Gang, weil die Stromanbieter befürchten, dass die Investitionen sich nicht rentieren. Je mehr die erneuerbaren Energien die Lücken füllen, desto weniger werden die neuen Gaskraftwerke in einigen Jahren noch gebraucht werden. Daher fordern die Energieversorger finanzielle Anreize von der Politik.

 

Umweltbundesamt sieht kaum Bedarf für neue Kohlekraftwerke

Der Präsident des Umweltbundesamtes (UBA), Jochen Flasbarth, bestreitet aktuell die Notwendigkeit für den Bau neuer Kohlekraftwerke. Auch angesichts des Atomausstiegs sei ein solcher Ausbau fossiler Kraftwerke nicht notwendig. Die Kraftwerke, die sich bereits im Bau befinden, reichen seiner Ansicht nach dazu aus, die kommenden Anforderungen durch die Abschaltung weiterer Atomkraftwerke auszugleichen. Die zu erwartende Lücke von etwa 6,6 Gigawatt Leistung, die zudem durch die Stilllegung älterer fossiler Kraftwerke wegfalle, werde durch die Anlagen ausgeglichen, die sich derzeit im Bau befänden. Insgesamt würden die neuen Kohlekraftwerke rund 12,5 Gigawatt Strom erzeugen, was genügend Reserven für die Zukunft beinhalte, so Flasbarth weiter. Auch er plädiert für eine Fokussierung auf Gaskraftwerke, um neue fossile Kapazitäten zu schaffen. Außerdem sinke der Energiebedarf durch Maßnahmen zum Stromsparen und effizientere Geräte innerhalb der nächsten zehn Jahre signifikant weiter.

 


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