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Gaspreise: Einigung bei E.ON und Gazprom – Verbraucher profitieren nicht

Gaspreise: Einigung bei E.ON und Gazprom – Verbraucher profitieren nicht06.07.2012, 15:44 Uhr - geschrieben von Michael K.

Der größte Energieversorger Deutschlands hat sich nach langen Verhandlungen mit dem russischen Konzern Gazprom auf neue Gaslieferverträge geeinigt. Damit erhält E.ON nun günstigere Lieferkonditionen, die rückwirkend zum 4. Quartal 2010 in Kraft treten sollen. Damit wird das anhängige Verfahren beim Schiedsgericht hinfällig, bei dem der Streit um die Gaspreise geschlichtet werden sollte. Bei E.ON werden die neuen Verträge für einen Gewinnsprung sorgen, denn die Einsparungen durch die besseren Konditionen sollten sich allein für die erste Hälfte 2012 bereits auf rund eine Milliarde Euro belaufen. Die Verluste im Gashandel betrugen im vergangenen Jahr etwa 700 Millionen Euro. Grund dafür waren die Gaslieferverträge, die E.ON unter anderem mit Gazprom abgeschlossen hat. Diese Verträge haben sehr lange Laufzeiten und waren bislang an die Entwicklung des Ölpreises gekoppelt. Da aber viele andere Gasanbieter am deutschen Markt ihre Kunden zu niedrigeren Marktpreisen beliefern konnten, mussten große Gasimporteure wie E.ON Verluste hinnehmen, da sie ihre Kunden nicht verlieren wollten und somit die Gaspreise nicht entsprechend anheben konnten.

 

Kunden müssen dennoch mit Gaspreiserhöhung rechnen

Allerdings erwarten Verbraucherschützer keine direkten Verbesserungen für die Verbraucher, die sich aus den neuen Lieferkonditionen ergeben könnten. Nur der Gasanbieter E.ON selbst wird nach Ansicht von Holger Krawinkel (Verbraucherzentrale Bundesverband) von den sinkenden Kosten profitieren. Es sei ungewiss, ob die Endverbraucher etwas davon spüren würden. Entscheidend hierfür sei die Wettbewerbssituation am Gasmarkt, so Krawinkel weiter. Es sei möglich, dass die günstigeren Einkaufspreise bei E.ON den Wettbewerb unter den Gasanbietern anheizen könnten. Der Endkunde hat derzeit aber eher mit steigenden Tarifen zu rechnen. Während die Gaspreise in den vergangenen Jahren eher rückläufig waren, haben viele Energieversorger aktuell bereits Gaspreiserhöhungen angekündigt. Erst kürzlich hatte gerade E.ON die Kunden seiner fünf Regionaltöchter darüber informiert, dass die Preise für Gas zum 1. September durchschnittlich um sechs Prozent angehoben werden.

 

Auch andere Gasanbieter wollen weniger zahlen

Nicht nur E.ON bezieht sein Erdgas vom russischen Gazprom-Konzern. So hat auch der zweitgrößte deutsche Versorger RWE mit der Entwicklung der Gaspreise zu kämpfen und möchte gerne andere Lieferkonditionen aushandeln. Hier gibt es aber offenbar noch keine konkreten Ergebnisse. Wie das Unternehmen mitteilte, erwarte RWE eine wesentliche Entlastung ab dem kommenden Jahr. Über den eigentlichen Stand der Gespräche mit Gazprom gab die Sprecherin aber keine Auskunft. E.ON hingegen sieht nach Aussage seines Chefs Johannes Teyssen die langjährige Partnerschaft mit Gazprom durch die Einigung über neue Lieferverträge gefestigt. Die Ölpreisbindung sei nun nicht mehr so entscheidend für die Preisbildung wie früher. Der Gazprom-Chef für Exporte, Alexander Medwedjew, nannte die Vereinbarung mit dem deutschen Gasanbieter einen Kompromiss, der den Trends und Entwicklungen auf dem Gasmarkt Rechnung trage.

 

Ölpreisbindung treibt Gaspreise unnötig hoch

Die Ölpreisbindung ist in Fachkreisen hoch umstritten, weil es keinen technischen oder sonstigen zwingenden Grund dafür gibt, die Entwicklung der Gaspreise an die Schwankungen beim Öl anzugleichen. Seitdem der Ölpreis insgesamt durch die Decke gegangen ist, ist der Gaspreis nach Ansicht vieler Experten unverhältnismäßig gestiegen. Dass es auch anders geht, beweisen die zahlreichen Gasanbieter, die ihre Lieferkonditionen ohne Bindung an den Ölpreis vereinbart haben und somit die relativ günstigen Marktpreise halten konnten. Für die Endkunden ist wichtig, die Gaspreise zu vergleichen. Wenn der Versorger den Tarif anhebt, sollte ein Wechsel erwogen werden – hierfür besteht bei einer Gaspreiserhöhung ein Sonderkündigungsrecht. Wichtig für Mieter: Auch wenn kein direkter Vertrag mit einem Gasversorger besteht, ist ein Wechsel über den Vermieter möglich. Weisen Sie den Hausbesitzer darauf hin, die Gaspreise regelmäßig zu vergleichen – er hat eine Verpflichtung, wirtschaftlich günstige Anbieter auszuwählen. Bei vielen Vermietern wird dies aber häufig vergessen, weil die Gaskosten als durchlaufender Posten nur für den Mieter eine Bedeutung haben. Die Einsparungen, die vor allem bei einem erstmaligen Wechsel möglich sind, können allerdings mehrere hundert Euro im Jahr ausmachen.

 

 


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